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Tipps für den eigenen Garten

Inseln für Insekten

Mit einer Mischung aus ungewaschenem Sand, Schotter und Kompost lassen sich kleine Inseln im Garten insektenfreundlich gestalten. Die Insekten finden im Sand „Wohnraum“ und Schutz. Diese Inseln kann man mit einer kleinen Mauer aus Wassersteinen umranden, die Steine nicht größer als „schleppbar“. Wenn die Steine mit fingerdicken Spalten geschichtet werden, siedeln sich darin innerhalb kurzer Zeit Eidechsen an. Die Fläche und auch die Spalten kann man mit Wildblumen bepflanzen, was schön ausschaut und die die Insekten Nahrungsquelle ist. Für alle Streuobstwiesen-Unterstützer*innen: Das wollen wir bald auf der Wiese umsetzen, Joachim hat schon mal ein Foto montiert, wie es aussehen kann. Wir informieren euch, wenn es losgeht und wir eure Hilfe bräuchten!

Benjeshecke

Eine Benjeshecke ist eine Hecke aus Totholz, die wertvollen Lebensraum für Insekten bietet. Und relativ unkompliziert angelegt werden kann. Pfähle werden versetzt eingeschlagen und mit Baum – und Strauchschnitt gefüllt. Das bietet auch kleinen Tieren wie Igeln Schutz und Rückzugsräume. Und ihr müsst weniger Zweige zum Wertstoffhof bringen. Nähere Infos, wie eine Benjeshecke angelegt werden kann, findet ihr zum Beispiel hier: https://lgks.eu/benjeshecke-was-zeichnet-sie-aus-und-wie-legt-man-sie-an/

Auch eine Benjeshecke wollen wir im Herbst auf der Wiese aufbauen, Zweige und Äste können dann auch da „abgeladen“ werden.

Vögel füttern ist ganzjährig eine gute Sache!

Vielen meinen ja, dass Vögel nur im Winter gefüttert werden sollten. Thomas Blodau hat empfohlen, die Vögel ruhig ganzjährig zu füttern. Vogeleltern sind nach der zweiten Brut oft so erschöpft und unterernährt, dass ein ruhiger gewohnter Platz, an dem sie auftanken und Kräfte nachfüllen können, durchaus sinnvoll ist.

Wildblumen-Beete

Eure Gärten werdet ihr meist neu anlegen und könnt Beete mit regionalen Wildkräutern anlegen. Informationen, welcher Samen sich am besten eignet, könnt ihr auf der Seite von Rieger und Hoffmann finden.

Auf der Streuobstwiese ist es etwas schwieriger, Wildkräuter anzusäen, da die Wiese vom Düngen und Odeln noch so fett und nährstoffreich ist, dass Kräuter, die einen mageren Boden brauchen, keine Chance haben und vom Gras verdrängt werden. Klappertopf auszusäen ist ein erster Schritt. Klapperstoff saugt mit seinen Wurzeln Nährstoffe aus den Gräsern und trägt so zum Ausmagern der Wiese bei. Im September werden wir ihn auf der Streuobstwiese ausbringen.

Ein anderer Weg, fette Wiesen „Kräuterfähig“ zu machen, ist das Fräsen kleinerer Streifen, so dass das Gras entfernt oder dezimiert wird und das Aussähen von Wildkräutersaat in diesen Streifen. So kann die Wiese nach und nach in eine blühende Kräuterwiese umgesiedelt werden. „Kräuter-Zebrasteifen“ wäre ja auch eine Möglichkeit, um das Miteinander von Mensch und Insekt in euren Gärten zu ermöglichen. Infos dazu findet ihr unter: http://www.naturtipps.com/blumenwiese.html

Wer sich einen naturnahen Garten anschauen und Anregungen vor Ort holen will, kann mal einen Ausflug in den „Hortus Natura – ein Garten für alle“ in Kempten machen, ein Projekt der Stadt Kempten mit etlichen Projektpartnern. Auf großer Fläche wird hierein naturnaher Garten gestaltet, in dem Insekten und Vögel Nahrung und Schutz finden – und schön ausschauen tut’s auch noch:

https://www.hortus-natura.de/

Interessante Anregungen für die Gestaltung insektenfreundlicher Gärten gibt es außerdem hier:  

https://www.nabu-leopoldshoehe.de/lebensr%C3%A4ume/der-insektenfreundliche-garten/